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Fabienne sagt, dass sie ein böses Mädchen war.

Mit 14 ist Fabienne schwanger. Sie sagt, dass sie ein böses Mädchen war. Alle wollen, dass sie abtreibt, Fabienne merkt, wie sie bei dem Gedanken alle Kraft verliert. Sie entscheidet sich gegen alle anderen und für das Kind.
Wenige Wochen später erfährt sie bei einer Ultraschalluntersuchung, dass ihr Baby ein Loch in der Bauchdecke hat, aus dem der Darm herauswächst. Erneut raten ihr alle, auch die Ärzte, abzutreiben. Ein zweites Mal entscheidet sich Fabienne für das Baby. Sie weiß, es ist ein Junge. Er soll Valentin heißen: Valentin, der Starke, der Gesunde.

Valentin wird per Kaiserschnitt geholt und sofort operiert. Drei Monate kämpft Fabienne um sein Leben, sie weicht nicht von seinem Bettchen, bis sie vor Erschöpfung zusammenbricht. Als sie ihn schließlich mit nach Hause nehmen darf, ist sie 15 Jahre alt. Sie träumt davon, einmal ein Brautkleid zu tragen, einmal wie eine Prinzessin auszusehen. Heiraten will sie aber dennoch nicht – weil Scheidungen so teuer sind...



Fabienne ist jetzt 17 Jahre alt und freut sich auf ihren 18. Geburtstag. Dann muss sie endlich nicht mehr den Ausweis fälschen, wenn sie tanzen gehen will. Und das braucht sie dringend, um den Alltag zu bestehen. Vielleicht erfüllt sich mit Valentins drittem Geburtstag auch ihr größter Wunsch: ein Zusammentreffen der französischen Familie ihres Vaters mit der deutschen Familie ihrer Mutter bei einem großen Fest im Garten der Großmutter in Metz.

FABIENNE